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| Review • myrevelations.de |
"Rock Hard Festival 2006", Samstag, 03:00 Uhr nachts. Ich bin schon gut dabei und will gerade in mein Auto mich schlafen legen als mir ein Bekannter einen gewissen Peppi vorstellt. Dieser ist ein netter Kerl und war der erste Sodom Gitarrist mit dem tollen Namen Grave Violator. Auf der Suche nach einem Auto und mit Tom Angelripper und seinem Kumpel im Schlepptau landen wir dann in meinem Golf und hören neue Sodom Songs ohne Gesang, frisch aus dem Studio im Originallineup mit Chris Witchhunter! Alles klingt recht roh und ursprünglich. Nur die total besoffene, nervige Alte vom Nachbarzelt, die permanent ins volle Auto will und mehrfach an das Fenster klopft, stört den Hörgenuss etwas.
Jetzt über ein Jahr später erscheint "The Final Sign Of Evil" und ich weiß endlich, was los ist! Sodom haben ihre erste EP "In The Sign Of Evil" neu aufgenommen und um sieben Bonusstücke aufgestockt, die alle aus der damaligern Zeit stammen und lediglich auf einem klapprigren Kassettenrecorder im Proberaum mitgeschnitten wurden. Somit ist "The Final Sign Of Evil" nicht eine dieser Neuaufnahmen, wo die alten Fans die Magie des Originals vermissen werden. Hier ist immer noch alles bewusst roh und stumpf, aber nicht ganz so dilettantisch wie damals im Original. Das Original ist bei vielen ja heutzutage Kult und für manche gar das beste Sodom Album! Eine Einstellung, die ich nicht verstehe, aber Fakt ist. Heerscharen von Black Metal Bands berufen sich darauf. 2007 ballert die CD, welche vom Sodom Webmaster wohl bewusst rumpelig produziert wurde immer noch schwer altmodisch. Sodom haben nicht den Fehler gemacht Songs wie "Blasphemer" oder "Outbreak Of Evil" sehr zu ändern. Das Original war eine EP, die verschollenen Songs machen das Ganze zu einem Album, was Fans der ersten Stunde erfreuen kann, neuere Sodom Fans eventuell zu stumpf sein wird. Die "neuen" Songs passen super zum Rest, aber einen richtigen Hit konnte ich dort außer vielleicht mit dem cool betitelten "The Sins Of Sodom" nicht raushören. Wer also eher auf "Better Off Dead" und Alben wie "Sodom" oder "Code Red" steht, sollte hier erst mal Probe hören. Warum aber das dem Originalcover nachempfundene Artwork von Andreas Marschall so sehr nach Manowar aussieht, habe ich nicht kapiert!
Bei Eigencoversionen keine Wertung. |
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