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30.05.2008
Zagreb, HR
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Review • laermbelaestigung.net
Als die Ruhrpott-Thrasher SODOM 1984 ihre Debüt-EP “In The Sign Of Evil” veröffentlichten, sorgte dies für offene Münder und reichlich Gesprächsstoff. Die einen lachten sich über den Dilletantismus und den rumpeligen Sound des Trios schlapp, die anderen erhoben dieses Stück Vinyl zum Klassiker. Naja – heute lacht keiner mehr über SODOM. Ihr Kultstatus ist ungebrochen, auch wenn sich die Band im Laufe ihrer Karriere einiger (musikalischer) Veränderungen unterzog. Treu geblieben aber, ist man sich im Laufe der Jahre trotzdem.
Dies zeigt nicht zuletzt die aktuelle Veröffentlichung. „The Final Sign Of Evil“ enthält Neueinspielungen der fünf Songs, die sich 1984 auf „In The Sign Of Evil“ befanden (u.a. „Blasphemer“ und „Outbreak Of Evil“). Zusätzlich grub die Band sieben weitere Songs aus ihrer Frühphase aus, die sie als „Bonustracks“ den schon bekannten hinzufügte. An sich nichts besonderes, denn auch einige andere (Thrash-) Metal- Bands bieten (z.Tl. gelungene) Neuaufnahmen ihrer Klassiker an. Was aber den (gewaltigen) Unterschied SODOM’s zu ihren Kollegen ausmacht ist die Authenzität, die hier zu Tage tritt. Zum einen wurde die damalige Originalbesetzung re-aktiviert und zum anderem ist hier keine glatt gebügelte Pro-Tools Produktion zu hören. So kommt es, dass mit Grave Violator (git.), Chris Whitchhunter (dr.) und Tom Angelripper (b./voc.) das Trio zu hören ist, welches die Songs damals präsentierte. Schon `84 war die Produktion untergrundig roh und ungeschliffen und anstatt Fehler von damals mit neuer, besserer Produktion auszumerzen, wird heute wiederum dem totalen Untergrund gefrönt. Scheiß auf Spielfehler, scheiß auf’s Timming, scheiß auf netten, sauberen Klang; hier wird ehrlich gespielt und gethrasht! Roh und ungeschliffen klingt das Ganze auch jetzt, aber Nostalgie ist das nicht. Das ist ein Statement! Nix überflüssiges verwässert hier den wahren Klang. Diese Scheibe ist, sozusagen, die Quintessenz der „Sodomie“! Der Kult geht weiter!
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